Versklavung unter Kolumbus, Sklavenjagd und Sklavenhandel die Folge
Die Folgen der Entvölkerung unter Kolumbus: Alsbald mussten Sklaven aus Afrika importiert werden. De Bry. Americae.
Versklavung und Völkermord unter Kolumbus

Lichtgestalt

Salvador de Madarigas VIDA DEL MUY MAGNIFICO SENOR DON CHRISTOBAL COLON, 1940, endet:

Die Lichtgestalt verschwand. Colón starb zum zweiten Mal. Doch er lebt für immer.

Neue Welt

Pietro Martire schreibt am 1. Oktober 1493 an den Erzbischof von Braga:

Ein gewisser Colónus segelte zu den Küsten der indischen - wie er glaubt - Antipoden. Er entdeckte viele Inseln wie sie bei den Kosmografen erwähnt werden, jenseits des Ozeans angrenzend an Indien angenommen. Ich lehne das nicht völlig ab, wenn auch die Größe des Globus etwas anderes vermuten lässt.

Einen Monat später war Martire davon überzeugt, dass die vorgefundene Gegend auf den alten Weltarten nicht lokalisiert werden konnte. Er schreibt Anfang November 1493 an Kardinal Sforza:

Colón? Dieser Entdecker der neuen Welt (novi orbis) ...

Diese Sichtweise setzte sich durch. Pietro Martire hatte entdeckt, was Kolumbus partout nicht entdeckt haben wollte. Neue Welt war eine Botschaft, die mehr verhieß als einen kurzen Seeweg nach China oder gar Indien. Eine Neue Welt hat keine Geschichte, eine Neue Welt ist nicht mehr die Welt ihrer Bewohner. Was Kolumbus gesucht hatte und was er glaubte, gefunden zu haben, war den Zeitgenossen offensichtlich egal. Ein Wegbereiter der Moderne wurde noch nicht gebraucht, sondern Gold, Land, Sklaven.

Riskanter Umweg

Pietro Martire schreibt am 1. November 1493:

Colonus, ... zum Admiral der indischen Meere im Westen ernannt, wurde mit 18 Schiffen zurückgeschickt, mit tausend Bewaffneten und Handwerkern aller Art, um eine neue Stadt zu bauen, und er führt Tiere und Samen mit sich.

Kolumbus steuert aber die Insel nicht direkt an, sonder lässt den Atlantik rund fünf Grad weiter im Süden überqueren. Michele de Cuneo, Brief an einen Freund in Genua:

Am 3. November, einem Sonntag, sichteten wir Land, nämlich fünf unbekannte Inseln (Kleine Antillen). Der ersten gab unser Herr Admiral den Namen Sancto Dominicho ... Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir von der Insel Ferro 22 Tage gebraucht.

Kolumbus macht so weiter, wie er aufgehört hat, von Insel zu Insel sucht er das Festland, Gold und was sonst noch brauchbar erscheint, mit der ganzen Flotte. Fernando, zum 5. November: Der Admiral lässt Einheimische an Bord bringen. Sie sollen ihm

... Auskünfte über das Land und die Entfernungen geben und ihm sagen, in welcher Richtung Española liegt.

Die hätten es aber nicht gewusst. Hilfreich wäre es jetzt gewesen, die geografische Breite zu kennen. Kolumbus, Brief an die Hoheiten 1499, es geht um die Siedlung Isabella an der Nordküste:

Es liegt gleichweit vom Äquator entfernt wie die Inseln von Canaria.

Kanaren rund 28°, Isabella auf Haiti rund 20°. Kein Wunder, dass er fragen muss, wo es langgeht.

Vergnügen in der neuen Welt

Der Admiral scheint es nicht eilig nicht zu haben. Cuneo:

Wie nahmen auch zwölf sehr schöne und sehr fette Weiber gefangen, sie waren etwa 15 bis 16 Jahre alt, gleichzeitig auch zwei Knaben ... Wir sandten sie nach Spanien als Muster.

Kolumbus ist ein großzügiger Chef. Cuneo:

Während ich im Boot war, nahm ich eine schöne Camballi gefangen, welche der besagte Admiral mir schenkte. Nachdem ich sie in meine Kabine gebracht hatte, und sie nach ihren Bräuchen nackt war, überkam mich der Wunsch nach Vergnügen. Ich wollte mein Verlangen ausführen, aber sie wollte nicht, sondern bearbeitete mich mit ihren Fingernägeln, so dass ich mir wünschte, gar nicht erst angefangen zu haben ... Ich nahm ein Seil und schlug sie gründlich, worauf sie unerhörte Schreie ausstieß, so dass Du deinen Ohren nicht getraut hättest. Wir einigten uns dann in einer Weise, kann ich dir sagen, dass es schien, als sei sie in einer Hurenschule aufgezogen worden.

Soweit ich sehe, ist das der erste Bericht über eine Vergewaltigung in der Neuen Welt.

Kriegszustand hergestellt

Brief von Dr. Diego Alvarez Chanca an den Stadtrat von Sevilla. Er beobachtet eine Jagdszene. Einheimische fliehen in ihrem Einbaum.

Als die Caribes sahen, dass sie nicht entkommen konnten, legten sie mit viel Mut ihre Bogen an, Männer wie Frauen. Ich sage, mit viel Mut, weil sie nicht mehr waren als vier Männer und zwei Frauen und unsre mehr als 25. Von denen verwundeten sie zwei ... Hätten unsere keine Schilde aus Holz und Leder getragen und ihren Einbaum nicht zum Kentern gebracht, hätten sie alle mit ihren Pfeilen verwundet ... Als sie schwammen, waren sie immer noch schwer zu fangen, denn sie schossen immer noch so viel sie konnten. Und so kam es, dass sie einen nur bekamen, als sie ihn tödlich verwundet hatten.

Michele de Cuneo, leicht abweichend:

Wir ließen ihn für tot im Meer, aber er begann sogleich zu schwimmen. Deshalb fingen wir ihn mit einem Haken und zogen ihn an Bord des Schiffes, wo wir ihm den Kopf abschnitten. Die anderen Camballi schickten wir mit den erwähnten Sklaven nach Spanien ... Bei einem der unsren ... drang ein Pfeil drei Finger tief in die Brust. So dass er nach wenigen Tagen starb.

Zeit für Raubzüge. Cuneo:

Wir gelangten zu einer großen Insel, auf der Camballi leben. Diese Eingeborenen flohen in die Berge, sobald sie uns erblickten. Wir gingen an Land und blieben etwa sechs Tage, weil elf Mann von den unseren auf einen Raubzug fünf oder sechs Meilen ins Innere gegangen waren und den Rückweg nicht mehr fanden.

Erstkolonisten tot

Als die Armada in Navidad eintrifft, ist es zu spät. Cuneo:

27. November. In dieser Nacht kamen wir zu dem Platz, an dem der Admiral 38 Mann zurückgelassen hatte. Am 28. gingen wir an Land und fanden alle unsere Leute tot ... sie waren es 15 oder 20 Tage.

Sohn Fernando Colón kompiliert aus dem Bericht des Admirals an die Krone:

Der Admiral ging an Land und sah mit großem Schmerz die Ruinen der Häuser und kleinen Festung ... Er hatte angeordnet, im Notfall das gefundene Gold in die Quelle zu werfen ... Sie fanden nur einige Kleidungsstücke, die Christen gehört hatten. Zurück in Navidad fand der Admiral acht Christen, und in den Feldern nahe der Ansiedlung drei weitere.

Dann habe sich ein Bruder des Cazique Guacanagari mit einigen Einheimischen genähert.

Sie sagten, dass diese Männer kurz nach der Abfahrt des Admirals untereinander Streit anfingen und sich jeder so viele Weiber und soviel Gold nahm, wie er konnte. Daher erstachen Pietro Guttierez und Scobedo einen Giacopo. Dann verbanden sie sich mit neun anderen und gingen mit ihren Frauen in ein Land, das dem Cacique namens Caunabo gehörte, dem Herrn der Minen. Der tötete sie und zog ein paar Tage später mit vielen Leuten nach Navidad, das nur von Diego di Arana und zehn Leuten gehalten wurde ... Alle anderen hatten sich über die Insel verteilt. Caunabo kam in der Nacht an und legte Feuer an die Häuser, in denen die Christen mit ihren Frauen wohnten und zwangen sie in Angst ins Meer zu fliehen, wo acht von ihnen ertranken, drei andere starben auf dem Land.

Kolumbus sucht an der Nordküste eine Platz für die erste Stadt (Isabella) aus und veranlasst den Bau der ersten Wohnstätten. Cuneo:

Hier errichteten wir 200 Häuschen, kleine Hütten wie Vogelnester, mit Schilf bedeckt ... Nachdem wir uns viele Tage in unserer Siedlung ausgeruht hatten, schien dem Admiral der Augenblick gekommen, nach Gold zu forschen ... Hauptsächlich daher hatte er ja seine große und gefährliche Reise unternommen.

Kolumbus schickt bewaffnete Trupps ins Landesinnere. Dabei geht es chaotisch zu, viele Spanier handeln auf eigene Faust, andere drohen mit Rebellion. Die Tainos beginnen, sich zu wehren. Nach langer Krankheit sucht Kolumbus im März mit allen gesunden Leuten die Minen von Cibao. Sie existieren nicht. Fernando:

Gold muss überall mit Mühe, Fleiß und viel Zeit verdient werden.

Zwölf Schiffe kehren nach Spanien zurück. Mit Sklaven., ohne Gold. Im April 1494 sucht der Admiral mit drei Schiffen sein Glück wieder zur See. Fernando nennt als Ziel Cuba und Festland ohne Polo-Namen zu verwenden. Anders Cuneo. Es geht entlang der Südküste Kubas nach Westen:

Nach 240 Meilen sahen wir Land. Als wir es sahen dachten wir, es sei Festland. Dann segelten wir nach Nordwesten, um Cathay zu finden, nach der Meinung des Admirals.

Weil die Vorräte knapp werden, bricht Kolumbus die Erkundung der Küste Kubas ab ...

Sklaven en gros

Zurück in Isabella macht der Admiral seinen Bruder Bartolomeo zum Präfekten und Gouverneur. Schlechte Nachrichten., laut Fernando. Der Hauptmann der Streitkräfte habe durch Ungehorsam einen Aufstand verursacht.

Der Admiral fand die Insel tatsächlich in einem ernsten Zustand. Der größte Teil der Christen hatte tausend Exzesse begangen und sie wurden dafür von den Indiani tödlich gehasst und wollten nicht mehr gehorchen.

Fernando weiter: Der Cacique Guatigana hat mehr als 40 Spanier getötet und der Admiral lässt sieben Indiani bestrafen. Der Cacique entkommt, einige seiner vassalli werden gefangen und zwecks Verschiffung nach Spanien an Bord gebracht. Sie nicht allein.Laut Las Casas wurden 500 Sklaven zum Verkauf in Spanien verladen (HISTORIA). Cuneo war Augenzeuge.

Da die Karavellen nach Spanien zurückkehren sollten, wurden in der Siedlung 1.600 Indios zusammengebracht. Die Besten, 550 Seelen, wurden auf die Karavellen gebracht. Aus den übrigen durfte sich jeder seine Leute nach Belieben aussuchen ... In den spanischen Gewässern starben von den besagten Indios 200 und die Leichen warfen wir ins Meer.

Verteilungskämpfe

Laut Martire hat sich der præfektus bei den Hoheiten beklagt:

Spanier ... die nach Hispanolia gebracht worden sind, um nach Gold zu graben oder als Pferdeknechte zu dienen, gingen jetzt nicht einmal ein stadium aus dem Haus. Sie ließen sich von den armen Insulanern in Hängematten über die ganze Insel tragen, wie die kurulischen Ädilen. Damit die Hände beim Vergießen von Blut nicht ungeübt werden und zum Zeitvertreib zögen sie beim Streit unter sich das Schwert und schlügen mit einem Hieb Unschuldigen den Kopf ab.

Im Prinzip sollte alles Gold abgeliefert werden. So jedenfalls Cuneo:

Es wurde außerdem ein heimlicher Handel betrieben ... Einer verriet den anderen, so dass schließlich alle entdeckt wurden. Wer schuldig befunden wurde, bekam schwere Strafen, einigen wurden die Ohren abgeschnitten, anderen die Nasen, ein jämmerlicher Anblick.

Die Verteilungskämpfe wurden laut Martire von heftigem Wortgetöse begleitet. Kolumbus gegenüber der Krone über seine Feinde:

Gemeine Verbrecher, Kuppler, Diebe, Frauenschänder, Räuber ...

Die Gegner von Kolumbus über die Brüder Kolumbus:

Ungerechte und ehrlose Verwalter, Feinde der Spanier, Verschwender, Männer, denen es gefällt, aus geringem Anlass Menschen zu foltern, zu erdrosseln und zu enthaupten und auf jede mögliche Weise zu vernichten, ehrgeizige, hochfahrende, neidische und unerträgliche Diktatoren.

Das Sterben beginnt

Das Schiffsleute ... nahmen sich jede Freiheit und verübten jede mögliche Gewalttat. Vor den Augen der Eltern, Brüder und Männer raubten und schändeten sie die Frauen, gingen auf Diebstahl aus und versetzten die Einwohner in größte Unruhe ... Traurig fragten sie sich, ob die Christen jemals von der Insel weggehen würden.

So Martire. Die Tainos hatten Gold in geringen Mengen aus den Flüssen gewaschen. Kolumbus zwingt sie, Abgaben in Gold zu zahlen. Fernando:

Wo sich Gold befand ... musste jede Person ab 14 Jahre ein großes Glöckchen mit Goldpulver abliefern, alle anderen 25 Pfund Baumwolle. Wer seinen Tribut zahlte, erhielt eine Münze, die er am Hals tragen musste. Jeder Indio, der ohne Münze angetroffen wurde, wurde bestraft.

Martire meldet eine erste Hungersnot mit 50.000 Opfern und den Versuch der Tainos, ihrer Entwürdigung zu entgehen:

Die Menschen hatten kaum noch Kraft, ihren Lebensunterhalt in den Waldgebieten zu suchen ... Manche sind so verzweifelt, dass sie freiwillig aus dem Leben gehen. Andere zeugen keine Kinder mehr. Man sagt auch, manche nähmen Mittel, um die Frucht des Leibes abzutreiben, weil sie wissen, dass sie nur Sklaven der Christen werden ... Die Zahl der unglücklichen Einwohner Hispaniolas ist stark zurückgegangen. Viele berichten, es waren einst eine Million und zweihunderttausend. Ich schrecke zurück, den heutigen Stand anzugeben.

Maria über dem Schlachtfeld

Die Tainofürsten gingen nun dazu über, kleinere Trupps goldsuchender Spanier zu überfallen. Am Fuße des Santo Cerro ließ Kolumbus demonstrieren, wozu der christliche Herrenmensch fähig ist, wenn man sich ihm in den Weg stellt. Fernando beschreibt den Einsatz von Feuerwaffen und Hunden und fährt fort:

Die feigen Indios flohen, eifrig verfolgt von den Unseren, die mit Gottes Hilfe den Sieg errangen. Sie töteten viele Indios und nahmen andere gefangen, welche sie ebenfalls töteten.

In der Kirche Maria der Gnaden auf dem heiligen Berg wird das Gemetzel in Öl gezeigt. Über dem Schlachtfeld, erfährt hier der Reisende, sei die Jungfrau Maria mit Kind erschienen, und der holde Anblick habe, merkwürdig genug, die Indios in Schrecken versetzt. Gleich neben dem Gemälde wird ein Loch verehrt, an der Stelle, wo Kolumbus ein Kreuz aufgestellt haben soll. Diesmal aus Dankbarkeit.
La Casas, HISTORIA:

Der Admiral begab sich in große Teile der ganzen Insel und führte einen grausamen Krieg gegen alle Könige und Dörfer, die ihm nicht gehorchten, neun oder zehn Mal.

Fernando, nach dem Bericht über die Niederwerfung des Aufstands:

Gott wollte die Indios bestrafen und suchte sie mit einem solchen Mangel an Nahrung und einer solchen Vielfalt von Plagen heim, dass er ihre Anzahl um zwei Drittel reduzierte.

Die Entdeckung der Menschenrechte

Kolumbus war kein besonderer Wüterich. Er hielt sich wie die Mehrheit seiner Zeitgenossen an den offiziell verlautbarten Verhaltenskodex. Um den Sklavenfang entlang der Küste Afrikas zu rechtfertigen, hatte die Kirche alle barbarischen Rassen den Muslimen gleichgestellt, womit ihnen alle Rechte abgesprochen waren. Es war aber möglich, zu abweichenden, in unserem Sinn humanen Auffassungen zu gelangen. Kolumbus hätte sich etwa fragen können, ob die Behandlung der Tainos vernünftig und mit den überlieferten Worten Jesu vereinbar sei. Ein eigenständiges Denken dieser Art lassen aber weder seine Worte noch sein Verhalten erkennen. Einige Geistliche haben schon früh die Praktiken der Kolonisatoren kritisiert, nach einiger Zeit auch Las Casas. Er vertrat die Auffassung, auch ungetauft kämen den Indios Menschenrechte (derecho humano) zu. Wie zitiert, vertritt Fernando die Auffassung, die Indios seien für ihre Rebellion bestraft worden. Las Casas las das und hielt ihm in seiner HISTORIA entgegen, man könne es ja wohl nicht Rebellion nennen, wenn sich Kastilien gegen einen Angriff der Franzosen wehre. Und fährt fort:

Hernando Colón ... ignorando muy profundamente el derecho humano y devino ... verkannte zutiefst das humane und göttliche Recht.

Die Krone machte sich später die Auffassung von Las Casas zeitweilig zu eigen, aber die Vollstrecker vor Ort kümmerte das wenig.

Menschen im Müll

Samuel Eliot Morison in ADMIRAL etc.:

So wie die griechischen Stadtstaaten ihre unsterblichen Götter als ihre Gründer ansahen, so vereint sich heute ein Dutzend unabhängiger Nationen und Dominions, um CHRISTOPHER zu huldigen, den unerschrockenen Sohn Genuas, der die christliche Zivilisation über den Ozean trug.

Kurz nach der Einführung derselben stellten sich die noch heute zu besichtigenden Bilder ein, quasi Markenzeichen. Die erste Meldung erfolgte um 1510. Pietro Martire:

Einzelne Indios hat man auf Hispaniola an Müllhaufen und Gräben aufgefunden, als sie nach stinkenden Kadavern von Eseln und Hunden suchten, um etwas Essbares zu finden.

Die Tainos starben auf Haiti, bis es keine mehr gab. Sie waren zu zart besaitet, also für das Leben in einer christlichen Kolonie und für den Fortschritt einfach nicht geeignet. Pietro Martire:

Diese einfachen Wilden waren früher kaum an Arbeit gewöhnt, jetzt gehen viele wegen der Anstrengungen beim Graben des Goldes zugrunde.

So dass die Kolonialherren alsbald gezwungen waren, robustere Ware aus Afrika zu importieren. Nicht dass die schwarzen Sklaven in den Bergwerken nicht geschunden wurden. Aber nicht ganz so heftig, weil, wenn einer kaputt ging, musste ein neuer gekauft werden. Als es noch Indios gab, ging der Christenmensch bei Bedarf einfach in den Wald und holte sich einen.

Hauptseite
De Bry, Americae, 1590