Kolumbus Bilder Christopher Columbus pictures images portrait painting myth
Der Zeitgeist macht die Bilder

Kolumbus idealisiert
und in
Lebensgröße
Kolumbus als Gelehrter
Christopher Kolumbus. Von Theodor de Bry 1590 noch wohlgefällig als Kreuzritter gesehen, mit Kreuzfahne, Schwert und Gewehr. Der Mythos vom Großen Gelehrten harrte noch der Entdeckung.
Im 19 Jahrhundert entdeckt: der große Forscher und Gelehrte.
Lichtgestalt Salvador de Madariaga 1940

Im 19. und 20. Jahrhundert wird Kolumbus zum großen Entdecker und Gelehrten hochgeschrieben, quasi die gute Seite der grausamen Kolonisierung. Dazu gehört das Märchen vom bornierten Klerus, der die Erde für eine Scheibe hielt.
Kolumbus erklaert den Globus
Kolumbus mit Familie Der tote Kolumbus
Immer mit Gobus, ob mit Familie oder beim Ableben abgebildet. Dabei hat Kolumbus nie behauptet, er habe die Kugelgestalt der Erde entdeckt.
Vor allem in Spanien und den USA herrscht die Meinung vor, Kolumbus habe sogar bewiesen, dass die Erde eine Kugel sei. Dabei ist er zwischen der Kolonie und Spanien immer nur hin und her gesegelt, was sich mühelos auch auf einer Scheibe bewerkstelligen ließe.
Zurück zum realen Kolumbus
Motive des Kolumbus Kolumbus ging es vor allem ums Geld

Worum es ging
Theodor de Bry
sah im Jahr 1590 Kolumbus und seine Motive noch unverklärt. Worum es ging, macht er über den spanischen Hoheiten sichtbar. Um Geldvermehrung, vulgo Profite.

Fast zeitgleich mit der Kolumbus-Flotte stechen weitere Schiffe in See - beladen mit den Juden, die unter muslischer Herrschaft in Granada gelebt hatten. Sie waren nach der Eroberung der Stadt durch christliches Militär enteignet worden, weil die Krone dringend Geld brauchte. Dieser erzwungende Exodus der jüdischen Bürger Granadas war insofern besonders schändlich, als im Kapitulationsvertrag Juden und Muslimen die Wahrung ihrer Besitzstände zugesichert worden war.
Die Rechtsauffassung der Christenheit bezüglich aller Nichtchristen war äusserst praktisch und simpel: Sie hatten keine Rechte. Kolumbus ließ alle von ihm sogenannten Indios, die sich seiner Ansicht nach nicht fügten, ohne jede gerichliche Untersuchung drakonisch bestrafen. Besonders hart traf es jene, die die geforderte Menge Gold nicht aus dem Flusssand sieben konnten. Kolumbus hatte der Krone einen Vertrag abgerungen, nach dem ihm 10 Prozent der Erträge der Kolonie zustand. Da die geschundenen Sklaven in Massen verendeten, waren die Kolonialherren ständig auf der Jagd nach frischer Ware.
Jagdszenen auf Haiti
Erste Meldung über eine Vergewaltigung

Zweite Überfahrt. Augenzeuge Michele de Cuneo:

Wir nahmen auch zwölf sehr schöne und sehr fette Weiber gefangen, sie waren etwa 15 bis 16 Jahre alt, gleichzeitig auch zwei Knaben ... Wir sandten sie nach Spanien als Muster.

Kolumbus schenkt Cuneo eine Gefangene. Cuneo:

Ich wollte mein Verlangen ausführen, aber sie wollte nicht, sondern bearbeitete mich mit ihren Fingernägeln ... Ich nahm ein Seil und schlug sie gründlich, worauf sie unerhörte Schreie ausstieß, so dass Du deinen Ohren nicht getraut hättest. Wir einigten uns dann in einer Weise, kann ich dir sagen, dass es schien, als sei sie in einer Hurenschule aufgezogen worden.

Sklavenjagd

Augenzeuge
Dr. Diego Alvarez Chanca:

Einige Einheimische fliehen in ihrem Einbaum: Als die Caribes sahen, dass sie nicht entkommen konnten, legten sie mit viel Mut ihre Bogen an, Männer wie Frauen. Ich sage, mit viel Mut, weil sie nicht mehr waren als vier Männer und zwei Frauen und unsre mehr als 25 ... Als sie schwammen, waren sie immer noch schwer zu fangen, denn sie schossen immer noch so viel sie konnten. Und so kam es, dass sie einen nur bekamen, als sie ihn tödlich verwundet hatten.

Sklavenhandel kommt in Gang

Kolumbus schlägt in seinen Briefen immer wieder vor, die indios sollten bekehrt werden, behauptet aber nicht, er selbst sei in dieser Hinsicht tätig geworden. Das Motiv liegt auf der Hand. Nach der vorherrschenden Rechtsauffassung konnten nur sogenannte Heiden wie Sachen behandelt werden, Getaufte hingegen nicht mehr. Kolumbus setzt von Anfang an auf die Maximierung der Erträge aus der Kolonie. Michele de Cuneo nach der Gründung der ersten Siedlung:

Da die Karavellen nach Spanien zurückkehren sollten, wurden in der Siedlung 1.600 Indios zusammengebracht. Die Besten, 550 Seelen, wurden auf die Karavellen gebracht. Aus den übrigen durfte sich jeder seine Leute nach Belieben aussuchen ... In den spanischen Gewässern starben von den besagten Indios 200 und die Leichen warfen wir ins Meer.

Kolumbus schiebt den lieben Gott vor

Kolumbus betrachtete alle Bewohner Haitis als Nichtmenschen und behandelte sie entsprechend. Fernando Colón
zitiert den Bericht seines Vaters über die Niederwerfung eines Aufstands:

Gott wollte die Indios bestrafen und suchte sie mit einem solchen Mangel an Nahrung und einer solchen Vielfalt von Plagen heim, dass er ihre Anzahl um zwei Drittel reduzierte.
Sklaven Amerika
Kolumbus setzt feuerwaffen ein
Columbus bestraft die aufrüherischen Spanier

Auf Haiti streiten sich alsbald zwei Perteinen um Gold und Herrschaft. Die Gegner bezichtigen sich gegenseitig schwerster Verbrechen und Gräueltaten. Kolumbus läßt seine Widersacher nach kurzem Prozess hinrichten. Der Machtkampf hindert die Konquistatoren nicht daran, weiter mit großer Brutalität gegen die Einheimischen vorzugehen. Dass sie eine Menschenwürde haben, hat der große Entdecker nicht entdeckt. Beobachten hätte er es können, denn die Taios habe ihre Würde auf ihre Weise bewahrt.
Theodor de Bry -lieber tot als Sklaven
Indianer können der Spanier Tyrannei nicht länger leiden -erwürgen sich selbst
Die Tainos werden unter Kolumbus so geschunden, dass sie sich seiner Herrschaft durch Selbstmord entziehen.
Scheinheilig

Kolumbus als Eroberer. Er markiert mit Kreuzen das Land, das er für die spanische Krone in Besitz nimmt. Die Tainos begegnen ihren zukünftigen Peinigern zunächst friedfertig. Kolumbus teilt ihnen natürlich nicht mit, was er mit ihnen vorhat.
Kolumbus benutzt Kreuz zur Landnahme